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Rakija – Allheilmittel

Der Rakija (aus dem Arabischen عرق/Arak), auch Rakia, ist ein Obstbrand.

 „Der Rakija (aus dem Arabischen عرق/Arak), auch Rakia, ist ein Obstbrand, der durch Destillation vergorener Früchte hergestellt wird, und ein beliebtes Getränk in den Ländern der Balkanhalbinsel, in Italien und Frankreich. Der Alkoholgehalt beträgt normalerweise 40 %, hausgemachter Rakija kann auch stärker sein (50 % bis 60 %). Prepečenica ist ein doppelt-destillierter Rakjia, dessen Alkoholgehalt 60 % übersteigen kann.”
(Quelle: Wikipedia.de)

 

 

 

 

 

Jeder, der einmal nach Kroatien fährt, wird nicht darum herum kommen, hausgemachten Rakija zu probieren. In der Regel werden bei einem Besuch bei Kroaten und Kroatinnen nicht nur eine, sondern gleich mehrere verschiedene (natürlich hausgemachte) Sorten Rakija auf den Tisch gestellt. Die Uhrzeit oder der Anlass spielen dabei nicht wirklich eine Rolle.
Als ich einmal krank wurde, riet man mir, ich solle doch Rakija trinken, das helfe. Nun, wurde mir das nicht nur von der ältesten Generationen geraten, sondern von Leuten jeglichen Alters. Dies wundert mich inzwischen jedoch nicht mehr, da durch die fehlende Möglichkeit, beim Einkauf von Alkohol den Personalausweis zu überprüfen – Alkohol ist hier ebenfalls erst ab 18 – den Jugendlichen keine Grenzen gesetzt sind, sich schon mit jungen Jahren zu betrinken.Dass man sich dann noch wundert oder beschwert, dass es hier so viele Alkoholabhängige gibt, kann ich schwerlich nachvollziehen.
Nun will ich diese Kultur ja gar nicht vollständig unterwerfen, jedoch sollte man die Gewohnheiten, wie um 9 Uhr morgens zum Beispiel den ersten Kurzen zu trinken, womöglich ändern.
Und trotzdem muss ich wohl zugeben, dass ich ebenfalls glaube, dass sehr starker Rakija eine „heilende” Wirkung (bei Erkältung z.B.) haben kann, denn er brennt sich den Weg frei. Allerdings gibt es wohl bessere und vor allem gesündere Möglichkeiten, Krankheiten zu heilen.
Für den Genuss gibt es dennoch ein paar Sorten, die in kleinen Maßen sogar recht gut schmecken, hausgemachte natürlich.

 

 

 

„Das kann man doch höchstens zum Saubermachen verwenden.”
– Meine Mama